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Kompaktlexikon der Biologie: Defensine

Defensine, Bez. für antimikrobielle Peptide von höheren Pflanzen und Tieren mit einem weiten Wirkungsspektrum gegenüber Bakterien, Hefen, Fadenpilzen, Viren und Mykobakterien. In ihrer Struktur zeigen D. Homologien, was auf ein evolutionär konserviertes Prinzip der Pathogenabwehr hinweist. (Abwehr).

1) Botanik: Gruppe pflanzlicher Peptide, die an der Abwehr von phytopathogenen Bakterien und Pilzen beteiligt sind. Die Synthese der cysteinreichen Moleküle, deren Molekulargewicht weniger als 7 kDa beträgt, wird durch die Pflanzenhormone Ethylen und Jasmonsäure induziert; deren intrazelluläre Konzentrationen steigen nach einem Pathogenbefall an und induzieren die Transkription der D.-Gene.

2) Bei Wirbeltieren und Wirbellosen vorkommende, nicht glykosylierte kationische Peptide, die vor Pilz- und Bakterienbefall schützen. Gut untersucht sind die D. der neutrophilen Granulocyten, die diese in phagocytotische Vakuolen sezernieren. D. kommen beim Menschen auch in Schleimhautzellen der Atemwege, des Dünndarms und der Harnwege vor. Ein D. der Hautzellen, das Beta-Defensin 2, wirkt hocheffektiv gegen Bakterien wie Escherichia coli und Pseudomonas aeruginosa sowie den Pilz Candida albicans. Sein Einsatz als wirksames Antibiotikum wird deshalb erprobt.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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