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Kompaktlexikon der Biologie: Drogen

Drogen, Im ursprünglichen Sinne Bez. für Präparate vor allem pflanzlicher, aber auch tierischer und mineralischer Herkunft, die selbst oder Auszüge aus ihnen als Heilmittel (Heilpflanzen), Stimulanzien oder Gewürze Verwendung finden. Die Wirksamkeit solcher D. ist stark dosisabhängig und kann bei unsachgemäßer Verwendung von einer Heilwirkung zu einer schädlichen Wirkung umschlagen. Da vor allem im medizinischen Bereich in den letzten Jahrzehnten die Präparate natürlichen Ursprungs zunehmend durch halb- oder vollsynthetische Präparate ersetzt werden, fand eine Sinnverschiebung der Bez. D. in Richtung des engl. Wortes „drug“ statt, das für Arzneimittel sowie alle auf Körper und Psyche Einfluss nehmenden Substanzen steht. Heute wird der Begriff D. vor allem im Sinne von Rauschdrogen oder Suchtdrogen verwendet und ersetzt den nicht mehr gebräuchlichen Begriff „Rauschgifte“. Dies steht im Einklang mit der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO), nach der D. Stoffe sind, die eine direkte Einwirkung auf das Zentralnervensystem besitzen und bei Zuführung einen als mangelhaft empfundenen Zustand mindern oder zum Verschwinden bringen, oder die einen subjektiv als angenehm empfundenen Zustand herbeiführen. D. in diesem Sinne sind u.a. Cocain, Designer-Drogen, Ecstasy, Haschisch, Heroin, Mescalin. (Sucht)

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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