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Kompaktlexikon der Biologie: egoistische Gene

egoistische Gene, selfish genes, der von Richard Dawkins eingeführte Begriff für Gene, die ausschließlich den Zweck verfolgen, sich unter der Nachkommenschaft ihrer Träger zu verbreiten, auch wenn für diese dadurch ein Nachteil entsteht. E.G. widersprechen somit der gängigen Annahme, dass alle Gene eines Individuums optimal aufeinander abgestimmt sind. E.G. scheinen bei Ausbreitung und Aussterben von Arten eine Rolle zu spielen (Populationsgenetik) und ausschlaggebend für Veränderungen von Merkmalen während der Evolution zu sein. Beispiele für e.G. sind Transposons („springende Gene“) und i.w.S. auch repetitive DNA, über deren Nutzen für den Organismus noch Unklarkeit herrscht.

Literatur: Dawkins, R. Das egoistische Gen, Heidelberg 1994.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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