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Kompaktlexikon der Biologie: Enteropneusta

Enteropneusta, Eichelwürmer, zu den Hemichordata gehörende Gruppe wurmförmiger, oft in U-förmigen Gängen im Sediment lebender Meerestiere, die wenige Zentimeter bis über 2 m lang sind. Der Körper ist äußerlich in drei Regionen gegliedert: die Eichel (Prosoma), den Kragen (Mesosoma), die beide oft gelblich bis orange gefärbt sind, und den Rumpf (Metasoma), ( vgl. Abb. ) dessen Farbe durch die durchschimmernden Gonaden oder den Darm bestimmt ist. Im vorderem Rumpfbereich hinter dem Kragengibt es Kiemenspalten, durch die überschüssiges Wasser ausgeschleust wird, und die vermutlich auch der Atmung dienen. Die Körperdecke ist eine dicht bewimperte und sehr drüsenreiche Epidermis. E. ernähren sich von Einzellern und Detritus, die mit Hilfe der Wimpern eingestrudelt werden. E. sind getrenntgeschlechtlich, Männchen und Weibchen zeigen eine unterschiedliche Färbung der Gonaden. Die Befruchtung findet außerhalb des Körpers stattt, die Entwicklung verläuft über eine Tornaria-Larve. Größte Art ist Balanoglossus gigas mit bis zu 2,5 m Länge, der vor der Küste Brasiliens lebt.



Enteropneusta: Eichelwurm der Gatt. Saccoglossus

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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