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Kompaktlexikon der Biologie: Erythropoetin

Erythropoetin, Abk. EPO, vor allem in den Nieren, in geringen Mengen auch in der Leber gebildetes Hormon, das spezifisch die Erythropoese steigert. Das E. des Menschen ist ein Glykoprotein aus 165 Aminosäuren und einem Zuckeranteil von 40 %. E. stimuliert die Differenzierung und die Proliferation der Vorläuferzellen der Erythrocyten im Knochenmark, ist aber auch an der Differenzierung der Thrombocyten beteiligt. Außerdem beeinflusst es die Purin- und die Hämsynthese, den Eisenstoffwechsel und den Sauerstoffverbrauch. Bei andauerndem niedrigen Sauerstoffpartialdruck (z.B. Aufenthalt in großen Höhen) wird vermehrt E. gebildet. Da die Nieren Hauptbildungsort des E. sind, ist bei chronischen Nierenerkrankungen die E.-Bildung erniedrigt und es entsteht eine Anämie. Diese kann mit gentechnisch hergestelltem E. behandelt werden.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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