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Kompaktlexikon der Biologie: Euphorbiaceae

Euphorbiaceae, Wolfsmilchgewächse, Fam. der Euphorbiales mit ca. 8000 Arten, die überwiegend in den Tropen vorkommen, einige Arten sind Kosmopoliten. Es sind Kräuter oder Sträucher mit meist wechselständigen, ungeteilten Blättern mit Nebenblättern; daneben gibt es auch verschiedene sukkulente Formen, deren Blätter zurückgebildet sind. Bei den sukkulenten Formen übernimmt die Sprossachse die Fotosynthese. Zu den Stammsukkulenten gehören viele in den afrikanischen Savannen und Halbwüsten verbreitete Arten. Sie ähneln den Kakteen (Cactaceae) und sind ein klassisches Beispiel für Konvergenz. Die Blätter dieser Stammsukkulenten sind oft zu stacheligen Bildungen reduziert, weshalb sie häufig für Kakteen gehalten werden. Die Blüten und Blütenstände sind sehr mannigfaltig. Oft fehlt die Blütenhülle, und häufig stehen die Blüten in ähren-, rispen- oder knäuelförmigen Blütenständen. Eine Besonderheit sind die als Cyathien (Cyathium) bezeichneten Scheinblüten der Gatt. Wolfsmilch, Euphorbia. Viele Arten enthalten Milchsaft, der häufig Kautschuk enthält und bei einigen Arten giftig ist. Wichtige Kulturpflanzen sind der Kautschukbaum (Kautschuk), Hevea brasiliensis ( vgl. Abb. ), der Maniok, Manihot utilissima, der Rizinus oder Wunderbaum, Ricinus communis, und der Tungölbaum, Aleurites fordii.



Euphorbiaceae: 1 Kautschukbaum (Hevea brasiliensis), Blütenzweig, a Frucht. 2 Maniok (Manihot utilissima), b Sprossstück mit Wurzelknollen

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  • Die Autoren

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Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
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Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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