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Kompaktlexikon der Biologie: Folsäure

Folsäure, Pteroylglutaminsäure, ein in der Natur weit verbreitetes Vitamin des B2-Komplexes, das aus 6-Formylpterin, p-Aminobenzoesäure (4-Aminobenzoesäure) und L-Glutaminsäure aufgebaut ist ( vgl. Abb. ). Die Salze heißen Folate. F. findet sich vor allem in Leber, Hefe und Blattgemüse. Die biochemisch aktive Form der F. ist die Tetrahydrofolsäure (FH4), die als Coenzym von Enzymen Einkohlenstoffkörper überträgt, wobei die an FH4 gebundenen Kohlenstoffeinheiten entweder oxidiert oder reduziert werden können. Folsäuremangel tritt weniger als Folge ungenügender Aufnahme, sondern meist als Folge einer gestörten Verwertung auf. Sie verursacht bei Säugern Wachstumsschwäche und verschiedene Formen der Blutarmut (Anämie). F. beugt in der Embryonalentwicklung Hemmungsmissbildungen (wie z.B. Spina bifida) vor. Folsäureantagonisten, die spezifisch die Folsäuresynthese hemmen, werden therapeutisch in der Krebstherapie als Cytostatika sowie als bakterizide Chemotherapeutika genutzt.



Folsäure: Biosynthese der Folsäure aus 6-Formylpterin und N-(4-Aminobenzoyl)-L-glutaminsäure

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Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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