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Kompaktlexikon der Biologie: Genexpression

Genexpression, der Vorgang, bei dem die genetische Information umgesetzt und für die Zelle nutzbar gemacht wird. Anders ausgedrückt beschreibt der Begriff G. den intrazellulären Weg vom Gen zum Genprodukt. Bei allen für Proteine codierenden Genen umfasst die G. sowohl die Transkription als auch die Translation. Bei Genen, die für ribosomale RNA und transfer RNA codieren, ist die G. bereits nach der Transkription angeschlossen. Im Unterschied zur G. von Prokaryoten, bei denen alle Schritte in einem Kompartiment ablaufen und die Transkription und Translation von polycistronischen (Cistron) mRNAs gleichzeitig ablaufen, erfolgt die G. der i.d.R. monocistronischen Gene von eukaryotischen Zellen in unterschiedlichen Kompartimenten und zeitlich voneinander getrennt. Zudem wird die transkribierte mRNA noch in vielfältiger Weise prozessiert (Spleißen) und modifiziert (posttranslationale Modifikation, Prozessierung) ( vgl. Abb. ) Genregulation



Genexpression: Bei Prokaryoten (a) verläuft die Genexpression kontinuierlich, wobei die mRNA-Moleküle noch während ihrer Synthese mit Ribosomen besetzt werden, sodass Transkription und Translation zeitgleich ablaufen können. Bei Eukaryoten (b) sind diese beiden Prozesse räumlich und zeitlich voneinander getrennt: Die Transkription erfolgt im Nucleus, die Translation im Cytosol

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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