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Kompaktlexikon der Biologie: Giftpflanzen

Giftpflanzen, Pflanzen, deren Inhaltsstoffe bei Menschen und Tieren zu Vergiftungen oder zum Tod führen können. Die toxischen Inhaltsstoffe gehören hauptsächlich zu den Alkaloiden, Glykosiden, Proteinen und Terpenen. Die Giftwirkungen können bereits bei Berührung auftreten (z.B. bei der Herkulesstaude, Heracleum mantegazzianum) oder erst bei Aufnahme in den Körper. Zu den stark giftigen Pflanzen gehören das Schwarze Bilsenkraut (Hyoscyamus niger), der Blaue Eisenhut (Aconitum napellus), die Eibe (Taxus baccata), die Engelstrompete (Brugmansia-Arten), der Gefleckte Schierling (Conium maculatum), der Goldregen (Laburnum vulgare), der Seidelbast (Daphne mezereum), der Stechapfel (Datura stramonium), die Tollkirsche (Atropa belladonna) und der Wasserschierling (Cicuta virosa).

Viele Gifte besitzen vermutlich Fraßschutz-Funktion (Abwehr). Giftige Pflanzen werden von warmblütigen Tieren meist gemieden, da sie oft bitter schmecken. Trotz zahlreicher Giftpflanzen in der heimischen Vegetation sind schwere oder gar tödliche Vergiftungen selten. Viele G. sind zugleich Heilpflanzen (z.B. die Tollkirsche). Entgiftung, botanische Zeichen

Literatur: Frohne, D., Pfänder, H.J. Giftpflanzen. Stuttgart 1997. – Hiller, K., Melzig, M.F. Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen. 2 Bde, Heidelberg 1999.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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