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Kompaktlexikon der Biologie: Giftzähne

Giftzähne, oft vergrößerte Zähne im Oberkiefer von Giftschlangen (Giftnattern, Elapidae, und Vipern, Viperidae und Trugnattern) bzw. im Unterkiefer von Krustenechsen (Helodermatidae). Sie dienen dem Abfluss des Giftes, das von zu Giftdrüsen umgewandelten Speicheldrüsen produziert wird. Die Flüssigkeit wird über einen allseitig geschlossenen Kanal (Röhrenzähne bei Vipern und Grubenottern), der vor der Zahnspitze nach außen mündet, oder eine an der Zahnvorderseite (bei Krustenechsen eine weitere an der Zahnhinterseite) verlaufende offene Längsfurche in die Bisswunde befördert. Während die G. bei Giftnattern und Vipern vorne, und zwar jederseits ein Zahn und dahinter mehrere Reserve-G., stehen, befinden sie sich bei den Trugnattern weit hinten in der Mundhöhle. ( vgl. Abb. )



Giftzähne: 1 Kopf der Kreuzotter, 2 Giftzahn im Schnitt mit Giftdrüse, A Austrittsöffnung

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Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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