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Kompaktlexikon der Biologie: Glucagon

Glucagon, Glukagon, in den A-Zellen der in der Bauchspeicheldrüse gelegenen Langerhans-Inseln synthetisiertes und sezerniertes Hormon das antagonistisch zum Insulin wirkt und den Abbau des Leberglykogens zu Glucose aktiviert. G. ist ein Polypeptid, das aus 29 Aminosäuren besteht. Nach Besetzung des Glucagonrezeptors wird durch Vermittlung von G-Proteinen die Adenylat-Cyclase stimuliert , was zur Freisetzung des second messengers cAMP und letztlich zur Aktivierung des Proteinkinase-Systems der Leber führt. Dieses steigert die Aktivität der Glykogen-Phosphorylase und induziert somit die Glykogenolyse. Gleichzeitig werden die Glykogen-Synthase, die Glykolyse und die Fettsäuresynthese (Fettsäuren) gehemmt und die Gluconeogenese sowie der Fettsäureabbau in den Fettzellen aktiviert. Alle diese Mechanismen dienen dazu, dem Körper bei zu niedrigem Glucosespiegel (Hypoglykämie) rasch Glucose zur Verfügung zu stellen. Dementsprechend kommt es zu einer vermehrten G.-Produktion immer dann, wenn die Glucoseversorgung des Organismus nicht mehr sichergestellt ist, also z.B. im Hungerzustand.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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