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Kompaktlexikon der Biologie: Glucose

Glucose, Traubenzucker, Dextrose, Abk. Glc, das am meisten verbreitete Monosaccharid. G. ist eine Aldohexose, die stereoisomer zur Galactose ist. Sie kommt als α-D-Glucose und als β-D-Glucose vor ( vgl. Abb. ) , wobei die handelsübliche G. die α-D-G. ist, ein weißes, kristallines Pulver, das leicht löslich in Wasser ist und süßer als Saccharose schmeckt. In freier Form kommt G. in fast allen süßen Früchten, im Honig, in Holz, Wurzel und Rinde vieler Laubbäume, in Getreideähren sowie als Blutzucker vor. In gebundener Form ist G. Bestandteil vieler Oligo- und Polysaccharide sowie von Glykosiden. Im Energiestoffwechsel ist G. in Form seiner Phosphorsäureester (Glucose-1-phosphat und Glucose-6-phosphat) insbesondere als Endprodukt der Fotosynthese und der Gluconeogenese sowie als Ausgangsprodukt der Glykolyse bzw. der alkoholischen Gärung von zentraler Bedeutung. Die durch Adenosindiphosphat (Adenosinphosphate) aktivierte Form der G., die ADP-Glucose, spielt bei der Stärkesynthese in Pflanzen eine Rolle. Bei der Glykogensynthese ist die Uridindiphosphat-Glucose (UDP-Glucose) die aktivierte Zwischenstufe.

Verwendet wird G. in der Medizin zur schnellen Energiezufuhr im Rahmen der intravenösen Ernährung. Außerdem dient sie in großem Maßstab als Ausgangsprodukt für biotechnologische (Biotechnologie) und chemische Synthesen, wie z.B. alkoholische Gärung oder die Herstellung von Ascorbinsäure.



Glucose

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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