Direkt zum Inhalt

Kompaktlexikon der Biologie: Guanin

Guanin, 2-Amino-6-hydroxypurin, Abk. Gua oder G, eine Purinbase, die in gebundener Form als eine der vier Nucleobasen von Desoxyribonucleinsäuren und Ribonucleinsäuren sowie in den Vorläufermolekülen GMP, GDP und GTP (Guanosinphosphate) und in Coenzymen weit verbreitet ist. Freies G. ist in Teeblättern und Hefe enhalten. In kristalliner Form ist freies G. als Exkretionsprodukt der silbrig glänzende Bestandteil von Fisch- und Reptilienschuppen, ferner erscheint es im Exkretionsstoffwechsel von Spinnen („Kreuz“ der Kreuzspinnen; Araneidae), Plattwürmern (Plathelminthes), und Regenwürmern. In den Mantelrandaugen der Kamm-Muscheln (Pteriomorpha) liegt zwischen Pigmentschirm und Retina eine reflektierende Schicht, in deren Zellen 30 bis 40 Lagen Guaninkristalle regelmäßig übereinander gestapelt sind. Ähnliche Strukturen finden sich in den Flitterzellen (Iridocyten) der Kopffüßer (Cephalopoda).

Lesermeinung

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

Partnerinhalte