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Kompaktlexikon der Biologie: Harn

Harn, Urin, flüssiges oder (z.B. bei Vögeln und Insekten) mehr oder weniger festes Ausscheidungsprodukt von Exkretionsorganen. Der tatsächlich ausgeschiedene H. (Endharn) unterscheidet sich in seiner Zusammensetzung nahezu immer von dem in den entsprechenden Organen gebildeten H. (Primärharn). Der H. des Menschen ist normalerweise durch Urochrome (u.a. Porphyrine, Bilirubin, Urobilin) mehr oder weniger intensiv gelb gefärbt. Eine abweichende Färbung kann auftreten durch abnorme Konzentrationen der erwähnten oder anderer, im Stoffwechsel entstandener oder mit der Nahrung bzw. als Medikamente aufgenommener Substanzen sowie als Folge von bakteriellen Infektionen. Der pH-Wert kann zwischen 4,8 und 7,4 schwanken; er liegt normalerweise durch Schwefel- und Phosphorsäuren, die aus dem Protein- und Phospholipidabbau stammen, im sauren Bereich. Bei vegetarischer Ernährung kann er auch in den alkalischen Bereich verschoben sein, da die in Pflanzen enthaltenen organischen Säuren zu Hydrogencarbonat abgebaut werden. Die Untersuchung des H. in Bezug auf Farbe, Aussehen, Osmolalität, Viskosität, Menge und Zusammensetzung ist eine wichtige Methode zur Diagnose von Krankheiten und Organfunktionsstörungen. Der Nachweis von HCG (Choriongonadotropin) im H. dient als Schwangerschaftsnachweis.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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