Direkt zum Inhalt

Kompaktlexikon der Biologie: Höhenkrankheit

Höhenkrankheit, Folge der mangelnden Sauerstoffsättigung des Hämoglobins infolge des niedrigen Sauerstoffpartialdrucks in Höhen über ca. 2000 m. Die Symptome der akuten H. sind Müdigkeit, Abnahme der Leistungsfähigkeit, Schwindel und Kopfschmerzen infolge angeschwollener, ins Gehirn ziehender Arterien, rasche flache Atmung und Herzklopfen. Sie treten auf bei zu raschem Aufstieg in größere Höhen. In über 2700 m Höhe kann die H. lebensbedrohlich werden. Symptome sind Auftreten von Cheyne-Stokes-Atmung, Lungenödem (Wasseransammlung in der Lunge) wegen der großen hydrostatischen Druckdifferenz zwischen Blut und Höhenluft, Gehirnödeme (Schlaganfall) mit Gang- und Sehstörungen sowie Verwirrung, Bewusstlosigkeit, Koma. Bei Langzeitaufenthalten in Höhen über 4000 m kommt es zur chronischen H., die sich durch Müdigkeit, Herzklopfen, Brustschmerzen, geschwollene Gelenke und eine vermehrte Zahl von Erythrocyten (Gefahr von Embolien, Schlaganfall, Herzinfarkt) bemerkbar macht. Eingeborene Höhenbewohner besitzen, vermutlich genetisch bedingt, größere Lungen und in den Zellen größere Mitochondrien. Doch ist auch für sie ein Daueraufenthalt in Höhen über 5000 m nicht möglich.

Lesermeinung

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

Partnervideos