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Kompaktlexikon der Biologie: Immuntoleranz

Immuntoleranz, die für ein betimmtes Antigen spezifische Reaktionsunfähigkeit eines Individuums, das normalerweise gegen dieses Antigen eine Immunantwort einleitet. I. kann z.B. durch Kontakt mit einem Antigen während der Embryonalentwicklung entstehen oder beim Erwachsenen durch Zufuhr großer Antigenmengen. Außerdem können schwach immunogene Antigene eine unvollständige I. hervorrufen, wenn sie in kleinen Dosen aufgenommen werden. Die I. erlischt normalerweise, wenn das betreffende Antigen aus dem Körper verschwindet. Sie muss auch nicht vollständig sein, sondern es kann sein, dass nur ein Teil der Immunantwort stattfindet (z.B. nur Antikörperproduktion, aber keine zellvermittelte Immunantwort). Die I. gegen körpereigene Immunogene (Proteine usw.) beruht vermutlich auf einer dauernden Hemmung bestimmter B-Lymphocyten und T-Helferzellen (T-Lymphocyten) durch T-Suppressorzellen, sodass normalerweise eine Autoimmunisierung verhindert wird. Diese Toleranz gegen “Selbst” kann jedoch unter bestimmten Umständen zusammenbrechen, sodass es zu Autoimmunkrankheiten mit lebensbedrohlichen Konsequenzen kommen kann.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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