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Kompaktlexikon der Biologie: Kohlenstoff

Kohlenstoff, chemisches Symbol C, chemisches Element aus der vierten Hauptgruppe des Periodensystems, ein Nichtmetall. Elementarer K. existiert in mehreren Modifikationen: als farbloser kubischer Diamant, als grauer, hexagonaler Graphit, der bei Zimmertemperatur thermodynamisch stabilsten Form, und in Form verschiedener Fullerene. Amorpher K. wie z.B. Ruß, Holzkohle, Tierkohle, Aktivkohle, besteht hauptsächlich aus mikrokristallinem, stark gestörtem Graphit. K. ist reaktionsträge und reagiert erst bei höheren Temperaturen, dann allerdings mit sehr vielen Elementen, wobei vor allem die Wasserstoff- und Sauerstoffverbindungen sowie Carbide von großer Bedeutung sind. Fast immer liegt K. in seinen Verbindungen vierwertig vor. Die herausragendste Eigenschaft des K. ist die Fähigkeit, mit sich selbst Ketten und Ringe von beliebiger Länge und Anordnung zu bilden, eine Eigenschaft, welche zu einer unendlichen Mannigfaltigkeit von Verbindungen führt und die Grundlage der organischen Chemie ist.

In der organischen Natur ist K. das wichtigste Element, denn alle organischen Substanzen, d.h. die Körper (Zellen) von Mikroorganismen, Pflanzen, Pilzen und Tieren bestehen im Wesentlichen aus Kohlenstoffverbindungen. Durch Verwesung der Organismen und chemische Prozesse haben sich in früheren Erdzeitaltern z.T. riesige Lager von K. bzw. Kohlenstoffverbindungen in Form von Kohle (Braunkohle, Steinkohle), Erdöl und Erdgas gebildet. Wichtige anorganische Verbindungen des K. sind Kohlenstoffdioxid und die Carbonate.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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