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Kompaktlexikon der Biologie: Lamiaceae

Lamiaceae, Labiatae, Lippenblütler, Fam. der Lamiales mit ca. 5600 Arten, die über die ganze Erde verbreitet sind, besonders häufig jedoch im Mittelmeerraum. Es sind Kräuter oder Sträucher mit in der Regel vierkantigem Stängel, kreuzgegenständigen Zweigen und Blättern und einem meist starken Duft, der von etherischen Ölen herrührt. Viele Arten der L. enthalten auch Bitterstoffe, Polyphenole und Gerbstoffe. Die Blüten sind zweiseitig symmetrisch und bestehen aus einem oft zweilippig verwachsenen Kelch, einer langen, zweilippigen Kronröhre, zwei längeren und zwei kürzeren Staubblättern und einem Griffel mit zweiteiliger Narbe. Der oberständige Fruchtknoten ist tief vierteilig und entwickelt sich zu einsamigen Teilfrüchten, den so genannten Klausen.

Viele Arten der L. werden als Heil- und Küchenkräuter verwendet, u.a. Basilikum (Ocimum basilicum), Bohnenkraut (Satureja hortensis), Lavendel (Lavendula angustifolia), Majoran (Majorana hortensis), Rosmarin (Rosmarinus officinalis) Salbei (Salvia officinalis), ( vgl. Abb. ) Thymian (Thymus vulgaris), Minze (Mentha), Zitronenmelisse (Melissa officinalis) und Ysop (Hyssopus officinalis).



Lamiaceae: a Weiße Taubnessel (Lamium album), blühend, rechts: Einzelblüte; b Garten-Salbei (Salvia officinalis), blühend

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
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Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
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Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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