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Kompaktlexikon der Biologie: Leitgewebe

Leitgewebe, Leitungsgewebe, pflanzliches Dauergewebe, dessen Zellen der Wasserleitung und dem Stofftransport dienen. Es sind i.d.R. lang gestreckte Röhren, die zu Leitbündeln vereinigt sind. In Blättern sind die Leitbündel als Blattnerven bereits mit bloßem Auge zu sehen. In den Wurzeln ist das Leitsystem in einem Zentralzylinder zusammengefasst. Dem L. gehören zwei unterschiedliche Gewebetypen an, die sich in Struktur und Funktion unterscheiden: Xylem (Gefäßteil) und Phloem (Siebteil; Abb. siehe dort). Nach der räumlichen Anordnung von Xylem und Phloem unterscheidet man drei Arten von Leitbündeln: Beim kollateralen Leitbündel hat das Phloem den gleichen Durchmesser wie das Xylem (typisch für Gymnospermen und Angiospermen). Bei dem selten vorkommenden bikollateralen Leitbündel existieren zwei Phloemgruppen, inner- und außerhalb des Xylems mit gleichem Radius. Beim konzentrischen Leitbündel umgibt eine Gewebeart die andere.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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