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Kompaktlexikon der Biologie: Lycopodiales

Lycopodiales, Ord. der Bärlappgewächse (Lycopodiopsida) mit krautigen, immergrünen, isosporen Pflanzen ohne sekundäres Dickenwachstum. Die Arten werden meist in einer einzigen Fam. (Lycopodiaceae) zusammengefasst. Die Blätter haben keine Ligula. Die L. sind weltweit verbreitet und besiedeln außer Wüsten- und Steppengebieten alle Regionen der Erde; ihre größte Entfaltung haben sie in den Tropen.

Die umfangreichste Gattung ist Lycopodium. Der Keulenbärlapp, Lycopodium clavatum (Abb. Lycopodiopsida), ist als häufigster heimischer Bärlapp vor allem in lichten Kiefernwäldern zu finden. Fossile Vertreter der L. sind aus dem Unter- und Mitteldevon bekannt und zeigen z.T. eine große Ähnlichkeit mit den fossilen Urfarnen, z.B. die Drepanophycus- oder Protolepidodendron-Arten (Abb. Lycopodiopsida). Dagegen ähneln die aus dem Oberdevon stammenden Lycopodites-Arten sehr unseren heutigen Bärlappen, die ihre Gestalt also seit mehr als 300 Mio. Jahren erhalten haben.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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