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Kompaktlexikon der Biologie: Melatonin

Melatonin, N-Acetyl-5-methoxytryptamin, ein Hormon, das in der der Epiphyse, ausgehend von Tryptophan, durch katalytische Wirkung der N-Acetyltransferase gebildet wird. Bei Fröschen steuert es die Dispersion des schwarzen Pigments in der Haut, wobei es zur Aufhellung führt. Vermutlich ist M. eine phylogenetisch sehr alte Substanz, denn sie wird schon bei Einzellern gefunden. M. hat einen synchronisierenden Effekt auf innere Uhren und über die tagesperiodischen Schwankungen der N-Actyltransferase spielt es eine Rolle bei der Regulation des Schlaf-Wach-Rhythmus. Außerdem scheint es bei der Regulation der Bewegungsaktivität, des Farbwechsels und der Lichtempfindlichkeit des Auges beteiligt zu sein. Darüber hinaus hemmt es bei jungen Tieren und auch beim jungen Menschen die Entwicklung der Keimdrüsenfunktion und bei erwachsenen Tieren und dem Menschen hat es antigonadotrope Wirkung, d.h. es löst eine Reduktion der Gonaden aus. (Biorhythmik)

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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