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Kompaktlexikon der Biologie: Milchdrüsen

Milchdrüsen, Mammae, nur bei den Weibchen der Säugetiere (Mammalia, daher der Name!) voll entwickelte Hautdrüsen, deren Sekret der Ernährung der Jungtiere dient. Bei den Kloakentieren (Monotremata) münden die Drüsen auf einem Milchfeld auf der Bauchseite, bei den Beuteltieren (Marsupialia) münden sie in den Beutel, sofern vorhanden. Beuteltiere und placentale Säuger besitzen stets Zitzen und Brustwarzen (Mammillen, Mammillae), deren Anzahl zwischen zwei und 20 schwanken kann. Ihre Lage ist unterschiedlich. Bei Affen, Fledermäusen und Elefanten sind sie brustständig, bei Wiederkäuern und bei Walen leistenständig. Bei Insektenfressern, Nagetieren, Raubtieren und beim Schwein finden sich in zwei Reihen angeordnete M., die sich von der Brust- bis in die Leistengegend erstrecken. Die Gesamtheit der Zitzen wird als Gesäuge, bei den Wiederkäuern als Euter bezeichnet. Bei einigen Säugetieren und beim Menschen ist die Brustwarze von einem pigmentierten Hof umgeben.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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