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Kompaktlexikon der Biologie: Mustelidae

Mustelidae, Marderartige, Fam. der Raubtiere (Carnivora) mit 63 Arten in 23 Gatt., die nahezu weltweit und in fast allen Lebensräumen verbreitet sind. Die Arten sind sehr unterschiedlich, meist von länglich-schlankem oder etwas gedrungenerem Körperbau mit kleinen Ohren. Die Männchen sind meist größer als die Weibchen. Die Beine sind relativ kurz mit fünfstrahligen Fingern und Zehen. Ihrer außerordentlich biegsamen Wirbelsäule verdanken sie die Schnelligkeit und Gewandtheit. Marder ernähren sich überwiegend von tierischer Kost. Der letzte Vorbackenzahn im Oberkiefer bildet mit dem ersten Backenzahn im Unterkiefer die so genannte Brechschere zum Zerkleinern der Nahrung. Charakteristisch sind Drüsen in der Afterregion, die artspezifische Duftstoffe zur Revierkennzeichnung absondern, aber auch von manchen Arten zur Feindabwehr weit weggesprüht werden können. M. sind überwiegend Einzelgänger, Männchen und Weibchen kommen nur zur Paarung zusammen, und lediglich Mütter und Junge leben für eine Zeitlang zusammen. Zu den M. gehören u.a. die Gatt. Mustela (Erd- oder Stinkmarder) mit Wieseln, Iltissen und Nerz, die Echten Marder (Gatt. Martes), der Vielfraß (Gatt. Gulo), die Dachse (Unterfam. Melinae), die Stinktiere (Unterfam. Mephitinae), die Otter (Unterfam. Lutrinae) und der Meerotter (Enhydra lutris).

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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