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Kompaktlexikon der Biologie: Nickel

Nickel, chemisches Symbol Ni, ein chemisches Element aus der achten Nebengruppe des Periodensystems, der Eisengruppe. N. ist ein silberweißes, glänzendes, zähes und durch hohe Korrosionsbeständigkeit ausgezeichnetes Metall. In lebenden Systemen kommt N. nur in Spuren vor und scheint insbesondere mit der RNA assoziiert vorzuliegen. N. schützt die Ribosomenstruktur gegen Hitzedenaturierung und im Experiment stellt es die Sedimentationscharakteristika von Ribosomen aus Escherichia coli wieder her, die durch EDTA denaturiert wurden. Außerdem ist N. in der Lage, in vitro einige Enzyme zu aktivieren, u.a. die Desoxyribonuclease, Acetyl-CoA-Synthetase und Phosphoglucomutase. Ein N.-Mangel verursacht Veränderungen in der Ultrastruktur der Leber und des Cholesterinspiegels in der Leberzellmembran; zudem scheint N. wichtig zu sein für die Regulierung von Prolactin. N. ist als Bestandteil von Metallknöpfen und Schmuck verantwortlich für allergische Reaktionen („Nickelallergie“).

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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