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Kompaktlexikon der Biologie: Opium

Opium, der eingetrocknete Milchsaft unreifer Kapseln des Schlafmohns (Papaver somniferum). Die grünen ausgewachsenen Fruchtkapseln werden zur Gewinnung des O. angeritzt. Der nach Stunden ausgeflossene, an der Luft eingetrocknete und dabei bräunlich verfärbte Milchsaft wird abgekratzt und zusammengeknetet. O. enthält meist mindestens 12 % Morphin. Hauptbestandteil des O. sind die Opiumalkaloide, die zu 20 – 30 % im Rohopium enthalten sind. Es dient hauptsächlich zur Gewinnung der therapeutisch verwendeten Alkaloide Morphin und Codein. Ein erheblicher Teil des illegal gewonnenen O. wird zu Rauchopium verarbeitet oder zur Isolierung von Morphin, aus dem dann Heroin gewonnen wird. O. und seine Derivate unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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