Direkt zum Inhalt

Kompaktlexikon der Biologie: Perlen

Perlen, von zahlreichen Weichtieren an der Schaleninnenseite (Schalenperlen) oder im Gewebe (freie Perlen) gebildete, kalkhaltige, mehr oder weniger runde Körper, die zur Abkapselung eingedrungener Fremdkörper und Parasiten dienen. Diese, als Kern (Nucleus) bezeichnet, werden von den benachbarten Zellen mit konzentrischen und radiären Lamellen aus Conchin umgeben; in den so entstandenen Taschen kristallisiert CaCO3, oft als Calcit (Perlen stumpf aussehend), bei einigen Arten als Perlmutter. Aussehen und Haltbarkeit und damit der Wert der Perlen hängen vom Perlmuttergehalt ab (bei Perlmuscheln bis 92 %, Pinkperlen der Steckmuscheln nur 73 %). Perlen sind empfindlich gegen Säuren (Schweiß!). Perlmutterperlen werden von See- und Flussperlmuscheln, Meerohren, Kreisel- und Turban-Schnecken sowie von Perlbooten erzeugt. Form und Aussehen können im selben Tier verschieden sein, je nach Entstehungsort. Je höher der organische Anteil, um so dunkler die Perlen. Im Schließmuskel- und Scharnierbereich finden sich oft unregelmäßig geformte („Barock“-)P. Perlen werden in allen warmen Meeren erzeugt und u.a. in Australien, Sri Lanka und der Südsee kommerziell genutzt. (Pteriomorpha)

Lesermeinung

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

Partnervideos