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Kompaktlexikon der Biologie

Plasmolyse

Plasmolyse, der durch Osmose verursachte Wasserentzug aus einer Pflanzenzelle, die sich in einem hyperosmotischen Außenmedium (Plasmolyticum) befindet. Bei der P. löst sich der Protoplast von der starren Zellwand, da Wasser aus dem Zellinnern durch die semipermeable Plasmamembran in das Außenmedium gelangt. Sie setzt sich so lange fort, bis die osmotischen Potenziale des Zellsaftes der Vakuole und der die Zelle umgebenden Flüssigkeit übereinstimmen. Mittels P. lässt sich experimentell der Wert des osmotischen Potenzials von Pflanzenzellen bestimmen. Er stimmt mit einer Konzentration des Außenmediums überein, bei der P. gerade noch verursacht wird (Grenzplasmolyse). Bei der P. handelt es sich um einen reversiblen Prozess. Durch Überführen in ein hypoosmotisches Medium kommt es zur so genannten Deplasmolyse. ( vgl. Abb. )



Plasmolyse: Typischer Verlauf der Plasmolyse und Deplasmolyse einer Blattepidermiszelle, die von Wasser (1) in eine konzentrierte Salzlösung überführt wurde (2,3). Bei länger anhaltender Plasmolyse kommt es zu einer starken Schrumpfung des Protoplasten (3). Wird die Zelle wieder in Wasser gebracht, setzt Deplasmolyse ein (4)

  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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