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Kompaktlexikon der Biologie: Procellariiformes

Procellariiformes, Röhrennasen, Sturmvögel, Ord. der Vögel mit vier Familien und 101 Arten. Die P. sind Hochseevögel von sehr unterschiedlicher Größe; die kleinsten besitzen die Flügelspannweite eines Mauerseglers, die größten Vertreter eine Spannweite bis 3,2 m. Äußere Nasenöffnungen sind auf dem Schnabel nach vorne röhrenförmig ausgezogen (Name!); die Funktion dieser Röhren ist noch umstritten; eventuell halten sie die konzentrierte Salzlösung von den Augen fern, welche die Vögel nach Aufnahme von Salzwasser mit der Nahrung ausscheiden, oder sie verhindern das Eindringen von Gischtwasser in die inneren Nasenöffnungen. Der Oberschnabel ist an der Spitze hakig nach unten gebogen, die Füße sind mit Schwimmhäuten ausgestattet, die hintere Zehe ist rudimentär oder fehlt. Die meisten Arten haben lange, schmale Flügel, die sie zum ausdauernden Gleitflug befähigen. Die P. ernähren sich von verschiedenen Meereslebewesen. Sie kommen nur zur Brutzeit an Land und legen das einzige Ei auf den Boden oder in Felsgängen ab. Zu den P. gehören u.a. die im Südatlantik beheimateten Albatrosse (Fam. Diomedeidae) mit schwarzem Oberflügel, Unterflügelrand und Schwanz, sowie weißem Kopf, Bauch und Bürzel, die bei uns als Irrgäste vorkommen können.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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