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Kompaktlexikon der Biologie: Puffersysteme

Puffersysteme, Substanzen, die durch ihre Pufferwirkung die Körperflüssigkeiten gegen unphysiologische Änderungen des pH-Werts schützen. Das Hauptpuffersystem im Blut und in den Zellen ist das Hydrogencarbonat (HCO3/CO2). Hämoglobin (Desoxyhämoglobin/Desoxyhämoglobin·H+, Oxyhämoglobin/Oxyhämoglobin·H+) ist ein weiteres Puffersystem im Blut, das einen kleineren Beitrag zur Pufferkapazität (Puffer) leistet. So sind die fünf Liter Blut eines durchschittlichen Erwachsenen in der Lage, 0,15 mol H+ aufzunehmen, bevor der pH-Wert gefährlich niedrig (= sauer) wird. Hydrogencarbonat ist auch die Hauptform, in der CO2 von dern atmenden Geweben zur Lunge transportiert wird (etwa zu 80 %), wo es ausgeatmet wird. Ein kleiner Teil des CO2 wird als Carbaminogruppe von Proteinen transportiert: Protein–NH2 + CO2 ⇌ Protein–NH–COOH ⇌ Protein–NH–COO- + H+. Dabei stehen die verschiedenen Transportformen des CO2 im Blut miteinander im Gleichgewicht. Um das gelöste CO2 in hohe HCO3-Konzentrationen zu überführen, muss das entstehende H+ entfernt werden, d.h. durch ein Puffersystem aufgefangen werden. Die Hauptpuffer, die diese Funktion ausüben, sind die Plasmaproteine (zu ca. 10 %), das Phosphat in den Erythrocyten (ca. 20 %) und das Hämoglobin in den Erythrocyten (60 – 70 %). Bohr-Effekt

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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