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Kompaktlexikon der Biologie: Rhinocerotidae

Rhinocerotidae, Nashörner, Fam. der Unpaarhufer (Perissodactyla) mit fünf Arten, von denen zwei Arten, nämlich das Breitmaulnashorn (Ceratotherium sinum) und das Spitzmaulnashorn (Diceros bicornis), in den Gras- und Buschsteppen des südlichen Afrikas leben. Das indische Panzernashorn (Rhinoceros unicornis) lebt in geringen Beständen im Nordwesten Indiens und in Nepal. Waldbewohner in Südostasien und auf den Inseln des Malaiischen Archipels sind die beiden anderen Arten, das Javanashorn (Rhinoceros sondaicus) und das Sumatranashorn (Dicerorhinus sumatrensis). Kennzeichnend sind der massige Körper mit verhältnismäßig kurzen Säulenbeinen sowie zwei Hörner, bzw. beim Panzernashorn und dem Javanashorn nur eines. Die Oberlippe ist, außer beim Breitmaulnashorn zu einem Greiforgan umgebildet. Die außer beim Sumatranashorn unbehaarte, dicke Haut bildet beim Panzer- und beim Javanashorn „Panzerplatten“. Die Kauzähne haben bei den Grasessern (Panzernashorn und Breitmaulnashorn) hohe, bei den übrigen, Zweige essenden Arten niedrige Kronen. Schneidezähne sind nur bei den asiatischen Arten vorhanden, wobei sie bei Panzer- und Javanashorn als hauerartige Waffenzähne ausgebildet sind. – Nashörner leben in Mutter-Kind-Einheiten bzw. Ansammlungen von erwachsenen Kühen, während die Bullen Einzelgänger sind.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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