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Kompaktlexikon der Biologie: Rhodopsin

Rhodopsin, Sehpurpur, ein integrales Membranprotein, das als Fotorezeptorprotein der Stäbchenzellen der Netzhaut am Sehvorgang beteiligt ist. Es gehört zur G-Protein-gekoppelten Rezeptorfamilie. R. ist das lichtempfindliche Molekül in den Scheiben der Stäbchen und besteht aus dem Protein Opsin und der prosthetischen Gruppe 11-cis-Retinal, dessen Vorstufe das all-trans-Retinal (Retinol) ist. Das 11-cis-Retinal ist mit der ε-Aminogruppe des Lysinmoleküls 296 des Opsins in Form einer Schiff'schen Base verknüpft. Der 11-cis-Retinal-Chromophor befindet sich in einer Proteintasche annähernd im Zentrum des Sieben-Helix-Motivs des R. Der N-Terminus enthält zwei gebundene Oligosaccharideinheiten und befindet sich auf der dem Scheibenzwischenraum zugewandten Membranseite, während auf der cytosolischen Seite in der Nähe des C-Terminus mehrere Serin- und Threonin-Reste lokalisiert sind, die durch Phosphorylierung das durch Licht erregte R. inaktivieren. Auch in anderen eukaryotischen Membranrezeptoren findet sich das Sieben-Helix-Motiv des Rhodopsins. (Auge, Proteine, Rezeptor, Sehen, Signaltransduktion)

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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