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Kompaktlexikon der Biologie: Rodung

Rodung, die Beseitigung von Vegetation (meist Wald), um landwirtschaftlich nutzbares Land oder Siedlungsfläche zu gewinnen. Dabei werden auch die Baumstümpfe entfernt.

Bei der Brand-R. wird die Vegetation verbrannt, die Baumstümpfe werden jedoch im Boden gelassen (der Wortbestandteil Rodung ist hier also irreführend.). Die Brand-R. wird heute in großem Umfang in der Zone der periodisch Laub abwerfenden Regen- und Trockenwälder der Tropen und Subtropen durchgeführt. Anders als beim traditionellen Wanderfeldbau kommt es bei der Brand-R. zur Verdrängung der ursprünglichen Arten, zu Artenverarmung und Nährstoffverlusten durch Erosion. Aufgrund der ungünstigen Bodeneigenschaften müssen die neu geschaffenen Nutzflächen nach wenigen Jahren aufgegeben werden und durch neue Brandrodungsflächen ersetzt werden. Auf den Brachflächen breiten sich unproduktive Grasland-Gesellschaften aus. Ein weiterer negativer Effekt der Brand-R. ist der massive CO2-Ausstoß, der den Treibhauseffekt begünstigt.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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