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Kompaktlexikon der Biologie: Saccharose

Saccharose, Rohrzucker, Rübenzucker, Sucrose, β-D-Fructofuranosyl-α-D-glucopyranosid, in Pflanzen weit verbreitetes, aus je einem Molekül Glucose und Fructose bestehendes Disaccharid, der „Zucker“ in der Allgemeinsprache. S. bildet weiße Kristalle, die sich beim Erhitzen über den Schmelzpunkt (etwa ab 188 °C) unter Bildung von Karamel zersetzen. Da beide glykosidischen Hydroxygruppen substituiert sind, treten typische Reaktionen der Monosaccharide wie Reduktionswirkung, Osazonbildung und Mutarotation bei der S. nicht auf. Durch säurekatalysierte Hydrolyse entsteht aus S. ein Gemisch von Glucose und Fructose, das als Invertzucker bezeichnet wird. S. wird im Wesentlichen aus Zuckerrohr (S.-Gehalt 8 – 17 %) oder der Zuckerrübe (S.-Gehalt 14 – 18 %) gewonnen. Die Biosynthese erfolgt aus D-Fructose-6-phosphat und UDP-Glucose unter der Katalyse von Saccharosephosphat-Synthase und nachfolgender Abspaltung des Phosphatrestes durch die Saccharosephosphatase.

S. dient als Nahrungsmittel und Geschmackskorrigens. Hochkonzentrierte Lösungen von S. verhindern osmotisch einen Befall mit Mikroorganismen (Konservierung). ( vgl. Abb. )



Saccharose

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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