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Kompaktlexikon der Biologie: Smog

Smog, ursprünglich zur Charakterisierung des berüchtigten Londoner Stadtnebels mit hohen Rauch-, Ruß- und Schwefeldioxidanteilen verwendeter Begriff. Mit S. wird heute allg. eine Akkumulation von artfremden Luftbeimengungen mit der meteorologischen Voraussetzung einer austauscharmen Wetterlage bezeichnet, die durch eine stabile vertikale Temperaturschichtung und geringe Windgeschwindigkeiten bei Hochdruckwetter charakterisiert ist. Der Rauch-Gas-Smog vom London-Typ wird hauptsächlich durch gas- und partikelförmig emittierte Schadstoffe aus der Kohleverbrennung mit Schwefeldioxid als Leitgas hervorgerufen. Beim S. vom Los-Angeles-Typ sind aufgrund der Verbrennung von Erdöl und seinen Derivaten z.B. durch Kraftfahrzeuge neben Kohlenwasserstoffen und anderen oxidierenden Stoffen im Wesentlichen Stickstoffoxide beteiligt. Unter dem Einfluss der UV-Strahlung der Sonne werden durch fotochemische Prozesse Fotooxidantien gebildet, mit Ozon als Leitkomponente (Foto-Smog). Zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen (Abgase, Luftverschmutzung, Schadstoffe, saurer Regen) in den industriellen Ballungsgebieten wurden in Deutschland Smog-Alarmpläne eingerichtet, nach denen auf der Basis von Messungen von SO2, CO, NO2 und Schwebstaub unter Berücksichtigung der meteorologischen Bedingungen abgestufte Maßnahmen ergriffen werden, wie Beschränkung des Kfz-Verkehrs, Auflagen bezüglich des Schwefelgehaltes von Brennstoffen bis zu Betriebsbeschränkungen.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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