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Kompaktlexikon der Biologie: Solanum-Alkaloide

Solanum-Alkaloide, Steroidalkaloide, die in Pflanzen der Nachtschattengewächse (Fam. Solanaceae) vorkommen. Die S.-A. leiten sich vom Cholestan, dem Grundkörper der Sterole ab. Ihre beiden wichtigsten stickstoffhaltigen Grundkörper sind Spirosolan mit sekundärer und Solanidan mit tertiärer Aminogruppe. In der Pflanze liegen S.-A. meist als Glykoalkaloide vor (z.B. α-Solanin der Kartoffel ( vgl. Abb. ) und α-Tomatin der Tomate). Diese Glykoalkaloide zählen zu den Saponinen und sind oberflächenaktiv und hämolytisch wirksam. Mit Cholesterin bilden sie schwerlösliche Addukte. Ihre Biosynthese erfolgt aus Cholesterin. Bestimmte S.-A. sind Ausgangsstoffe zur Synthese von Steroidhormonen.



Solanum-Alkaloide: α-Solanin. Glc = D-Glucose, Gal = D-Galactose, Rha = L-Rhamnose

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Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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