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Kompaktlexikon der Biologie: Spulwurm

Spulwurm, Ascaris lumbricoides, in Menschen und Schweinen parasitierende Art der Fadenwürmer (Nematoda). Beim Menschen werden larvenhaltige Eier des S. mit verunreinigten Lebensmitteln (z.B. rohem Gemüse, Salaten nach Kopfdüngung) in den Darm aufgenommen und setzen junge Würmer frei, die über Pfortader, Leber, Herz, Lungen, Bronchien und Schlund erneut in den Darm gelangen. Dort setzen sich die Würmer fest und reifen in ca. 1,5 Monaten aus. Ein weiblicher Wurm kann bis zu 200000 Eier pro Tag ablegen. Bei starkem Befall kommt es zu Leibschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, in seltenen Fällen durch Wurmkonglomerate zu Darmverschluss. Während des Durchwanderns der Lunge bilden sich lokale Infiltrate, die mit Husten und Fieber einhergehen. Ascaris lumbricoides und der Pferdespulwurm, Parascaris equorum, sind Standardobjekte der zoologischen Forschung. ( vgl. Abb. )



Spulwurm: a Männchen, b Weibchen und c Ei. Af After, Ei Ei (optischer Schnitt), ca. 60μm lang, mit artspezifischer Runzelung der äußeren Hülle, Ex Exkretionsporus (ventral), Mu Mund, Se Seitenlinie (durchscheinende laterale Hypodermisleiste), Sp die aus der Kloake herausragenden Spicula am eingekrümmten Schwanz des Männchens, Vu Vulva

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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