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Kompaktlexikon der Biologie: Stinktiere

Stinktiere, Skunks, Mephitinae, ausschließlich auf dem amerikan. Kontinent verbreitete Unterfamilie der Marder (Mustelidae) mit einer Kopfrumpflänge von 25 – 45 cm, bis 40 cm langem, buschigem Schwanz und langhaarigem Fell, mit meist schwarzweißen Streifen oder Flecken. Insgesamt gibt es neun Arten in drei Gatt. Als Lebensraum bevorzugen S. Buschwald und Grasland, Sie sind Allesfresser, wobei tierische Kost überwiegt. Charakteristisch für S. ist ihr Verhalten bei Bedrohung: Das Stinktier biegt seinen Körper blitzschnell U-förmig, sodass Gesicht und After dem Angreifer zugewandt sind und gibt über paarige Drüsen in der Aftergegend ein Sekret ab, dessen Strahl meist auf das Gesicht des Angreifers gerichtet ist und auf bis 6 m Distanz sein Ziel noch erreichen kann. Der intensive und sehr unangenehme Geruch (Name!) wird hauptsächlich von Mercaptanen (schwefelhaltigen Alkohol-Analoga mit der funktionellen Gruppe –SH) hervorgerufen.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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