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Kompaktlexikon der Biologie: Thioredoxin

Thioredoxin, bei Bakterien, Tieren und Pflanzen vorkommende metallfreie Proteine mit einem Molekulargewicht von 12 kDa, deren katalytisches Zentrum zwei eng benachbarte Cysteinreste enthält. Neben Glutathion sind T. an einer Reihe von Redoxprozessen beteiligt. Die oxidierte Form enthält eine Disulfidbrücke, die reduzierte Form besitzt hingegen zwei SH-Gruppen (Sulfhydryl-Gruppen). Das Enzym T.-Reductase katalysiert unter Verwendung von Ferredoxin oder NADPH die folgende Reaktion:

NADPH + H+ + Thioredox → NADP+ + Thioredred

Bei Pflanzen kommen im Unterschied zu anderen Organismen nicht nur ein T., sondern drei verschiedene T. vor. Sie sind u.a. über das Ferredoxin-Thioredoxin-System an der lichtabhängigen Kontrolle von Enzymaktivitäten beteiligt (Fotosynthese, Lichtreaktionen). Bei Tieren ist T. an vielfältigen Prozessen wie der Embryogenese, der Entwicklung der Immunantwort und der zellulären Abwehr von oxidativem Stress beteiligt.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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