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Kompaktlexikon der Biologie: Toxizität

Toxizität, schädigende oder tödliche Giftwirkung einer Substanz auf einen lebenden Organismus. Man unterscheidet zwischen der akuten T., die unmittelbare Wirkung zeigt, der chronischen T., bei der die Schäden erst nach längerer Expositionsdauer eintreten und der ökologischen T., die Einfluss auf ganze Populationen oder Ökosysteme hat. Die Anreicherung vieler Schadstoffe in Luft und Boden fällt in diesen Bereich. Die T. eines Stoffes hängt oft wesentlich von seiner Konzentration ab, die wiederum durch äußere Einflüsse verändert werden kann. So hat der pH-Wert des Bodens Einfluss auf die Konzentration von Toxinen: bei pH- Werten unter 4 – 4,5 enthalten Mineralböden eine für Pflanzen toxische Menge an Aluminium. Auch die ansonsten essentiellen Pflanzennährstoffe Eisen und Mangan kommen bei niedrigen pH-Werten in toxischer Konzentration vor. – Bei der Prüfung chemischer Stoffe wird die T. anhand des Grades der Schädigung eines Organismus oder der Todesrate innerhalb einer Population gemessen.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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