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Kompaktlexikon der Biologie: Umwelt

Umwelt, Milieu, nach der ursprünglichen Definition, die J.J. von Uexküll 1921 aufgestellt hat, umfasst die U. den Teil der Umgebung, den ein Organismus mit seinen Sinnesorganen erfassen kann. Diese „Merkwelt“ wird heute als psychologische U. bezeichnet. Spätere Definitionen der U. zielen auf denjenigen Ausschnitt der Umgebung eines Organismus hin, der auf irgendeine Weise auf ihn einwirkt („Wirkwelt“). Als minimale U. bezeichnet man dabei alle für die Existenz eines Organismus notwendigen biotischen und abiotischen Faktoren (biotische Faktoren, abiotische Faktoren). Die Gesamtheit aller auf den Organismus einwirkenden Faktoren, einschließlich der nicht lebensnotwendigen, bezeichnet man als physiologische U.; hierzu gehören beispielsweise die Fressfeinde. Ein noch weiter gefasster Begriff ist derjenige der ökologischen U., zu der alle direkt und indirekt einwirkenden U.-Einflüsse zählen. Der über allem stehende Begriff der kosmischen U. beinhaltet alle Faktoren des Weltzusammenhangs, die letztendlich – auch indirekt – auf alle Organismen einwirken. Der U.-Begriff ist sowohl auf Individuen als auch auf ganze Populationen anwendbar.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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