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Kompaktlexikon der Biologie: Wassertransport

Wassertransport, die Verlagerung von Wasser vom Boden (Wasseraufnahme) durch die Pflanze in die Atmosphäre, die aufgrund des Wasserpotenzial-Gefälles (Wasserpotenzial) überwiegend durch Transpiration oder bei deren Wegfall durch den Wurzeldruck erfolgt. Die längste Strecke wird bei den meisten Pflanzen im Xylem zurückgelegt, das spezielle anatomische Anpassungen für den W. aufweist. Die Triebkraft des W. ist vor allem die durch die transpirierenden Blätter erfolgende Saugwirkung (Transpirationssog), die einen W. bis in eine Höhe von 120 m ermöglicht und zu Geschwindigkeiten führt, die bei Bäumen 1 – 5 m/h und krautigen Pflanzen bis zu 60 m/h erzielen können. ( vgl. Abb. ) Hierbei spielen Kohäsionskräfte der Wassermoleküle untereinander eine große Rolle (Kohäsionstheorie der Wasserleitung). Einen wichtigen Kontrollmechanismus des W. stellen Spaltöffnungen dar.



Wassertransport: Modellversuch zum Wassertransport in einem abgeschnittenen Zweig. Verbindet man diesen über eine mit Wasser gefüllte Kapillare mit Quecksilber, so steigt dieses wie bei einem Barometer an, sobald die Transpiration an der Blattoberfläche einsetzt

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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