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Kompaktlexikon der Biologie: Wurzelhaare

Wurzelhaare, durch unipolares Spitzenwachstum aus Zellen der Rhizodermis entstehende Haare. Diese sind i.d.R. nicht von einer Cuticula überzogen, die Zellwände sind nicht verdickt. Beides steht im Zeichen einer besseren Wasser- und Ionenaufnahme. Die W. nehmen engen Kontakt zu den Bodenpartikeln auf und vergrößern die absorbierende Oberfläche um ein Vielfaches. Durch Bilden neuer Seitenwurzeln und der daran entstehenden W. wird das Wurzelsystem und damit die Aufnahmefläche weiter vergrößert. Da Wasser- und Sumpfpflanzen keine Probleme mit der Wasser- und Ionenversorgung haben, bilden sie häufig keine W. aus. Die Lebensdauer der W. beträgt nur wenige Tage, in der die Zellen bis zu einer Länge von mehreren Zentimetern wachsen. Mit der Ausbildung der W. differenzieren sich alle Zellen der Wurzel aus, und der primäre Bau der Wurzel ist abgeschlossen. (Absorptionsgewebe, Wasseraufnahme) ( vgl. Abb. )



Wurzelhaare: 1 Querschnitt durch die Resorptionszone einer Wurzel, 2 vergrößerte Spitze eines Wurzelhaars mit anhängenden Bodenpartikeln

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Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
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Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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