Direkt zum Inhalt
Kompaktlexikon der Biologie

Xylem

Xylem, der Holzteil der Leitbündel. Hier strömt das Wasser mit den Nährstoffen aus den Absorptionszonen der Wurzel durch abgestorbene Röhrenzellen mit derben, verholzten Wänden. Der Protoplast löst sich nach Erreichen der Funktionstüchtigkeit der Zelle auf, sodass nur die verholzten, von Hoftüpfeln durchbrochenen Zellwände übrig sind. Man unterscheidet zwei Formen Wasser leitender Elemente: Die Tracheiden, englumige Einzelzellen mit spitzwinklig – schrägstehenden, reich getüpfelten Endwänden. In diesen Zellen ist der Strömungswiderstand relativ hoch ( vgl. Tab. ). Wesentlich geringer ist er in den Gefäßgliedern (Tracheen-Gliedern), bei denen die Endwände durchgebrochen oder sekundär aufgelöst sind. Der Querdurchmesser ist mit 60 – 700 μm relativ hoch. Das hängt damit zusammen, dass die jungen Gefäßglieder unter Polyploidisierung ihrer Zellkerne (8 n bis 16 n) in die Breite wachsen, bevor ihre Zellwände die Wachstumsfähigkeit verlieren. Die Lignifizierung der Wände der Tracheiden und der Gefäßglieder verhindert das Kollabieren dieser Röhrenzellen bei starkem Unterdruck während der Transpiration. ( vgl. Abb. )



Xylem: Vergleich von Tracheen und Tracheiden



Xylem: Schematische Darstellung der Zelltypen des Xylems. Sowohl Tracheiden als auch Gefäßglieder zeichnen sich durch starke Verdickungen ihrer sekundären Zellwände aus (siehe Kasten). Die Wände der Gefäßglieder sind an den Enden offen

  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

Partnervideos