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Lexikon der Chemie: Albumine

Albumine, einfache Proteine, die vorwiegend Glutamin- und Asparaginsäure (20 bis 25 %), Leucin und Isoleucin (bis zu 16 %), relativ viel schwefelhaltige Aminosäuren, jedoch nur wenig Glycin (< 1 %) enthalten. Die A. sind gut wasserlöslich und kristallisierbar, durch hohe Konzentrationen an Neutralsalzen können sie ausgefällt werden, der isoelektrische Punkt liegt im schwach sauren Gebiet. Die wichtigsten Vertreter der im Tier- und Pflanzenreich weit verbreiteten A. sind das Eialbumin (Ovalbumin) des Hühnereis (Mr 44000), das zusätzlich einen über Serin gebundenen Phosphorsäurerest und eine Kohlenhydratkomponente enthält; das in allen Milcharten enthaltene hitzebeständige Lactalbumin, das aus 123 Aminosäureresten (Mr 14176) mit vier Disulfidbrücken besteht; und das im Blutserum in Konzentrationen bis zu 60 % vorkommende Serumalbumin (Plasmaalbumin, Mr 67500) mit einem hohen Bindungsvermögen für Calcium-, Natrium- und Kalium-Ionen, für Fettsäuren sowie für Pharmaka. Hauptfunktion der Serumalbumine ist die Aufrechterhaltung des kolloidosmotischen Druckes im Blut. Wichtige pflanzliche A. sind das toxische Ricin des Ricinussamens, das Leucosin des Weizens und anderer Getreidearten sowie das Legumelin der Hülsenfrüchte.

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