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Lexikon der Chemie: Dielektrizitätskonstante

Dielektrizitätskonstante, Abk. DK, das Maß für die dielektrische Verschiebbarkeit der Ladungsträger eines Dielektrikums im elektrischen Feld. Unter der Einwirkung eines äußeren elektrischen Feldes können die Elektronen und die Atomrümpfe atomarer und molekularer Systeme aus ihren Ruhelagen im feldfreien Zustand verschoben werden, Polarisation 2).

Bei den Gasen sinkt die D. mit fallender Dichte auf die D. des Vakuums. Die relative D. des Vakuums ist gleich 1, deshalb genügt es in der Praxis im allg., wenn man die D. der Gase als 1 ansetzt. Dipolwirkung vergrößert bei Gasen nur in sehr geringem Maße die D. Die Flüssigkeiten und Festkörper weisen größere D. als die Gase auf. Besonders hohe D. haben Flüssigkeiten mit Dipolen, da hierbei durch Drehung der Moleküle im Feld eine Ausrichtung erfolgt. Durch die Wärmebewegung der Moleküle wird diese Ausrichtung ständig gestört, so daß sich bei jeder Temperatur ein bestimmtes Gleichgewicht einstellt. Dadurch ist die D. stark temperaturabhängig; dies wird zur Bestimmung der Dipolmomente ausgenutzt. Beim Erstarren der Flüssigkeiten verschwindet die große D., weil im festen Kristallgitter die Dipole festgelegt sind. Die D. ist außer von der Temperatur noch von der Frequenz des angelegten äußeren Feldes abhängig. Aus der Größe und aus der Temperatur- und Frequenzabhängigkeit der D. lassen sich wichtige Folgerungen auf die Struktur des betreffenden Stoffes ziehen.

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