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Lexikon der Chemie

Goldlegierungen

Goldlegierungen, metallische Zweistoff- und Mehrstoffsysteme auf Basis von Gold, die noch Silber, Kupfer, Nickel, Palladium, Platin, Cadmium, Indium, Zinn und Zink enthalten. Im Gegensatz zum reinen Gold, dessen technische Verwendung wegen seiner geringen Härte begrenzt ist, haben die G. neben guten mechanischen Eigenschaften auch eine gute Verarbeitbarkeit und hohe Korrosionsbeständigkeit. Als Werkstoffe werden G. für Schmuckwaren, Uhrgehäuse, Münzen, Medaillen, sakrale Geräte und Kunstgegenstände verwendet. In der Zahnheilkunde, chem. Industrie, Elektrotechnik und Elektronik werden G. wegen ihrer ausgezeichneten chem. und physikalischen Eigenschaften anderen Werkstoffen oft vorgezogen. 1) Schmuckgold und Münzgold (Münzlegierungen) werden sowohl nach ihrer Farbe (rot, gelb, grün, weiß) als auch nach der Karatzahl unterschieden. Kupferreiche Legierungen sind rot, gelbe Legierungen enthalten Kupfer und Silber in etwa gleichen Anteilen; im Weißgold sind Nickel oder Palladium das weißfärbende Metall. 2) Dentallegierungen. Mit Rücksicht auf die Korrosionsbeständigkeit verwendet man im Zahngold mindestens 50 Atom-% an Gold und Platinmetallen (Dentallegierungen). 3) G. für die chem. Technik. Werkstoffe für Spinndüsen sind aushärtbare Gold-Platin-Legierungen mit 50 bis 70 % Gold. 4) G. für Elektrotechnik und Elektronik. G. werden als Kontaktwerkstoffe in Schaltern, Walzplattierungen oder galvanischen Überzügen bei Kontakten, die der Korrosion unterliegen, eingesetzt.

  • Die Autoren
Dr. Andrea Acker, Leipzig
Prof. Dr. Heinrich Bremer, Berlin
Prof. Dr. Walter Dannecker, Hamburg
Prof. Dr. Hans-Günther Däßler, Freital
Dr. Claus-Stefan Dreier, Hamburg
Dr. Ulrich H. Engelhardt, Braunschweig
Dr. Andreas Fath, Heidelberg
Dr. Lutz-Karsten Finze, Großenhain-Weßnitz
Dr. Rudolf Friedemann, Halle
Dr. Sandra Grande, Heidelberg
Prof. Dr. Carola Griehl, Halle
Prof. Dr. Gerhard Gritzner, Linz
Prof. Dr. Helmut Hartung, Halle
Prof. Dr. Peter Hellmold, Halle
Prof. Dr. Günter Hoffmann, Eberswalde
Prof. Dr. Hans-Dieter Jakubke, Leipzig
Prof. Dr. Thomas M. Klapötke, München
Prof. Dr. Hans-Peter Kleber, Leipzig
Prof. Dr. Reinhard Kramolowsky, Hamburg
Dr. Wolf Eberhard Kraus, Dresden
Dr. Günter Kraus, Halle
Prof. Dr. Ulrich Liebscher, Dresden
Dr. Wolfgang Liebscher, Berlin
Dr. Frank Meyberg, Hamburg
Prof. Dr. Peter Nuhn, Halle
Dr. Hartmut Ploss, Hamburg
Dr. Dr. Manfred Pulst, Leipzig
Dr. Anna Schleitzer, Marktschwaben
Prof. Dr. Harald Schmidt, Linz
Dr. Helmut Schmiers, Freiberg
Prof. Dr. Klaus Schulze, Leipzig
Prof. Dr. Rüdiger Stolz, Jena
Prof. Dr. Rudolf Taube, Merseburg
Dr. Ralf Trapp, Wassenaar, NL
Dr. Martina Venschott, Hannover
Prof. Dr. Rainer Vulpius, Freiberg
Prof. Dr. Günther Wagner, Leipzig
Prof. Dr. Manfred Weißenfels, Dresden
Dr. Klaus-Peter Wendlandt, Merseburg
Prof. Dr. Otto Wienhaus, Tharandt

Fachkoordination:
Hans-Dieter Jakubke, Ruth Karcher

Redaktion:
Sabine Bartels, Ruth Karcher, Sonja Nagel


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