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Lexikon der Chemie

Immission

Immission, allgemein Einführung, Einsetzung, im Hinblick auf die Luftreinhaltung das Einleiten luftfremder, verunreinigender Stoffe, aber auch von Geräuschen, Erschütterungen, Strahlung, Wärme u. a. in die Umwelt. Jede I. ist die Folge einer Emission. Das Wohlbefinden und die Gesundheit der Menschen können durch eine I. beeinträchtigt werden. I. (gas- und staubförmige Luftverunreinigungen) können die Tier- und Pflanzenwelt schädigen und volkswirtschaftliche Verluste in der Land- und Forstwirtschaft verursachen (Immissionsschäden). Ablagerungen von Stäuben und Säureeinwirkung können zur Veränderung von Bodenstruktur und -zusammensetzung führen und die Ernteerträge mindern. Weitere Schäden können an unterschiedlichstem organischem Material (z. B. Gummi) und anorganischem Material (z. B. Stahl, Kalkstein) durch verstärkte Korrosion entstehen.

Quantitativ wird eine I. durch die Immissionskonzentration beschrieben. Sie ist für gasförmige Stoffe und Schwebstaub definiert als die Masse der Luftverunreinigung in einem Luftvolumen. Die Einheit ist mg m-3; in einigen Ländern wird die Konzentration abweichend hiervon in parts per million (ppm) angegeben. Für Niederschlagsstaub wird die Immissionsrate in g/ml·30d bestimmt. Die Werte der maximal zulässigen Immissionskonzentration werden als MIK-Werte bezeichnet. Sie sind für die häufiger auftretenden Luftverunreinigungen ermittelt worden und werden als diejenige Konzentration in bodennahen Luftschichten definiert, bei deren Einhaltung oder Unterschreitung nach den derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen keine Auswirkungen auf den menschlichen Organismus zu erwarten sind.

Die Überwachung der I., insbesondere der Belastung mit Schwefeldioxid, Schwebstaub und Sedimentationsstaub, erfolgt durch Immissionsmessungen, Luftanalyse.

  • Die Autoren
Dr. Andrea Acker, Leipzig
Prof. Dr. Heinrich Bremer, Berlin
Prof. Dr. Walter Dannecker, Hamburg
Prof. Dr. Hans-Günther Däßler, Freital
Dr. Claus-Stefan Dreier, Hamburg
Dr. Ulrich H. Engelhardt, Braunschweig
Dr. Andreas Fath, Heidelberg
Dr. Lutz-Karsten Finze, Großenhain-Weßnitz
Dr. Rudolf Friedemann, Halle
Dr. Sandra Grande, Heidelberg
Prof. Dr. Carola Griehl, Halle
Prof. Dr. Gerhard Gritzner, Linz
Prof. Dr. Helmut Hartung, Halle
Prof. Dr. Peter Hellmold, Halle
Prof. Dr. Günter Hoffmann, Eberswalde
Prof. Dr. Hans-Dieter Jakubke, Leipzig
Prof. Dr. Thomas M. Klapötke, München
Prof. Dr. Hans-Peter Kleber, Leipzig
Prof. Dr. Reinhard Kramolowsky, Hamburg
Dr. Wolf Eberhard Kraus, Dresden
Dr. Günter Kraus, Halle
Prof. Dr. Ulrich Liebscher, Dresden
Dr. Wolfgang Liebscher, Berlin
Dr. Frank Meyberg, Hamburg
Prof. Dr. Peter Nuhn, Halle
Dr. Hartmut Ploss, Hamburg
Dr. Dr. Manfred Pulst, Leipzig
Dr. Anna Schleitzer, Marktschwaben
Prof. Dr. Harald Schmidt, Linz
Dr. Helmut Schmiers, Freiberg
Prof. Dr. Klaus Schulze, Leipzig
Prof. Dr. Rüdiger Stolz, Jena
Prof. Dr. Rudolf Taube, Merseburg
Dr. Ralf Trapp, Wassenaar, NL
Dr. Martina Venschott, Hannover
Prof. Dr. Rainer Vulpius, Freiberg
Prof. Dr. Günther Wagner, Leipzig
Prof. Dr. Manfred Weißenfels, Dresden
Dr. Klaus-Peter Wendlandt, Merseburg
Prof. Dr. Otto Wienhaus, Tharandt

Fachkoordination:
Hans-Dieter Jakubke, Ruth Karcher

Redaktion:
Sabine Bartels, Ruth Karcher, Sonja Nagel


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