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Lexikon der Chemie: Kaliumcarbonat

Kaliumcarbonat, Pottasche, K2CO3, farblose, leicht wasserlösliche, hygroskopische, monokline Kristalle; D. 2,428 g cm-3, F. 891 °C. Aus der wäßrigen, basisch reagierenden Lösung lassen sich verschiedene Hydrate des K. isolieren. Leitet man Kohlendioxid in eine Lösung von K., scheidet sich das etwas schwerer lösliche Kaliumhydrogencarbonat ab: K2CO3 + CO2 + H2O → 2 KHCO3. Dieses ist jedoch in Wasser wesentlich leichter löslich als Natriumhydrogencarbonat, was eine Übertragung des Solvay-Verfahrens (Soda) auf die Herstellung des K. ausschließt. Die größten Mengen K. werden heute durch Carbonisieren von Kalilauge gewonnen: 2 KOH + CO2→ K2CO3 + H2O. Auch nach dem Formiat-Pottasche-Verfahren wird K. hergestellt, indem Kaliumsulfat und Kalk unter Druck mit Kohlenmonoxid behandelt werden: K2SO4 + Ca(OH)2 + 2 CO → 2 HCOOK + CaSO4. Das gebildete Kaliumformiat wird durch Erhitzen an der Luft zu K. oxidiert: 2 HCOOK + O2 → K2CO3 + CO2 + H2O. Die natürlichen Vorkommen (Salzseen und Totes Meer) werden zur Gewinnung des K. genutzt. K. dient zur Darstellung vieler anderer Kaliumverbindungen, und wird in der Seifenfabrikation, in der Glas- und der keramischen Industrie u. a. angewandt.

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