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Lexikon der Chemie: Kristallographie

Kristallographie, Kristallkunde, die Lehre vom Aufbau und von den Eigenschaften kristalliner Stoffe. Die K. entstand zunächst als ein Teilgebiet der Mineralogie und beschränkte sich bis zum Beginn des 20. Jh. vor allem auf die phänomenologische Beschreibung von Eigenschaften der Kristalle. Die Entwicklung der modernen K. wurde durch die Entdeckung der Röntgenbeugung an Kristallen eingeleitet und hat ihre Grundlage in der Möglichkeit, mit Hilfe der Röntgenstrukturanalyse die genaue Atomanordnung und damit die innere Struktur der Kristalle zu bestimmen.

Man teilt die K. in 5 Teilgebiete ein, die in enger Beziehung miteinander stehen. 1) Die Kristallmorphologie ist die Lehre von der Kristallgestalt, ihren Gesetzmäßigkeiten und ihrer Entstehung. 2) Die Kristallstrukturlehre geht von der Gitterstruktur der Kristalle aus und beschäftigt sich mit ihrem inneren Aufbau. 3) Die Kristallchemie untersucht die Zusammenhänge zwischen der chem. Zusammensetzung, der Struktur und den Eigenschaften kristalliner Stoffe. 4) Die Kristallphysik erforscht den Zusammenhang zwischen der Struktur und den mechanischen, optischen, elektrischen und magnetischen Eigenschaften der Kristalle. 5) Die physikalisch-chemische K. beschäftigt sich vor allem mit der Entstehung der Kristalle und ihren Veränderungen unter bestimmten Milieubedingungen sowie mit der Korrespondenz zwischen Morphologie und Struktur.

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