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Lexikon der Chemie: Kunststoffmetallisierung

Kunststoffmetallisierung, das Aufbringen eines metallischen Überzuges auf Kunststoffteile, um einen dekorativen Effekt, z. B. ein glänzendes metallisches Aussehen, oder besondere physikalische Eigenschaften, wie hohe Griffestigkeit, hohe Lichtreflektion oder elektrische Leitfähigkeit, zu erzielen. Metallschichten auf Kunststoffteilen können durch Aufdampfen der Metalle, vor allem von Aluminium, im Hochvakuum, durch chem. Versilberung mit Hilfe reduzierender Silbersalzlösungen, durch Zersetzung von Metallcarbonylen (besonders für Nickelüberzüge), auf galvanischem Wege nach Aufbringen einer leitfähigen Unterlage oder mit Hilfe des Metallspritzverfahrens erzeugt werden. Bei der Vakuummetallisierung erhält man sehr dünne Schichten von ca. 1 µm, bei der Kunststoffgalvanisierung einen Mehrschichtenaufbau bis zu 30 µm Dicke. Das Galvanisierungsverfahren wird vor allem bei ABS-Polymeren und bei Polypropylen angewendet.

Beim Aufdampfverfahren wird die zu metallisierende Oberfläche zunächst mit einem Grundierlack überzogen. Das Metall befindet sich in einer elektrisch beheizten Glühschale und wird in der Vakuumkammer bei 1,33·10-2 Pa aufgedampft. Der Bedampfungsprozeß dauert etwa 10 bis 20 Minuten.

Zunehmende Bedeutung gewinnt die kontinuierliche Bedampfung von Folien. Metallisierte Folien finden u. a. Verwendung für die Herstellung dekorativer Beilaufgarne in Textilien.

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